
Nach unserer Hochzeit im vergangenen Mai haben wir drei Monate lang zusammen im CVJM gewohnt und konnten schon etwas LebensHausluft schnuppern.
Es ist toll, mit anderen Menschen in einem Haus zu wohnen, die auch Gott als ihre Lebensgrundlage haben. Auch wenn man nicht zu jedem den gleichen intensiven Kontakt pflegen kann, hat man doch eine gemeinsame Basis. Im alltäglichen Zusammenleben stößt man an Grenzen, z. B. wenn es darum geht, Konflikte offen und ehrlich anzusprechen und das, ohne den anderen zu verletzen.
Unsere Motivation in das Lebens- Haus zu ziehen ist darin begründet, dass wir die Möglichkeit sehen, uns einfacher und stärker in den CVJM einbringen zu können, sowie mehr Kontakt zu den Menschen im CVJM zu haben: Einfach „Mittendrin“ im CVJM-Leben. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Leute, die wir noch nicht so gut kennen, vorbei schauen würden. Dies stellt uns als Ehepaar allerdings auch vor die Herausforderung, das richtige Maß für unsere Ruhezeiten zu finden und frei zu halten. Auf der anderen Seite wollen wir offen bleiben für jeden Besuch aber auch die Freiheit haben, ehrlich und freundlich auch einmal „Nein“ sagen zu können. Wir hoffen, dass wir die Herausforderungen gut meistern, ihr uns dabei im Gebet unterstützt und auch vorbeischaut.

Wenn diese Zeilen gedruckt sind, bin ich schon im LebensHaus eingezogen. Aber es gab ja auch eine Zeit vor dem Einzug mit Wünschen, Träumen, Überlegungen usw.
Schon vor einigen Jahren habe ich mit Freunden über die Möglichkeit gesprochen, in ein Haus zu ziehen mit Familien, Ledigen, Ehepaaren. Ich konnte mir dies schon immer gut vorstellen. Damals wurde daran nicht weiter überlegt. Als dann die Überlegungen in unserem CVJM-Haus anfingen, dort so ein Projekt zu starten, dachte ich: dies ist es, was ich mir eigentlich immer gewünscht habe: Familien, Ehepaare, junge Menschen, Kinder, Singles.... Immer wenn ich mit dem Gedanken gespielt habe, nach 21 Jahren meine Wohnung im Westen zu verlassen, war für mich klar,: wenn Umzug dann nur in eine Wohnung mit Balkon. Am Anfang der Überlegungen (m)einer Wohnung im CVJM ging es um den 2. oder 3. Stock, was bedeutet hätte auf einen Balkon zu verzichten. Aber das nahm ich für das Projekt LebensHaus gerne in Kauf. Inzwischen sind die Planungen so, dass meine Wohnung im 5. Stock liegt und wer unser Haus kennt, weiß, dass es da einen sehr großen Balkon gibt. So ist auch dieser Wunsch in Erfüllung gegangen. Nun ist es soweit und ich bin sehr gespannt und freue mich darauf. Vor allem freue ich mich auf das Leben im Haus und hoffe und wünsche, dass es öfters mal an meiner Tür klingelt und Menschen spontan vorbei kommen zum Reden, zum spontanen Abendessen oder Kaffeetrinken oder zu was auch immer.