„Packt euren Tagesrucksack, zieht festes Schuhwerk an und vergesst eure Lunchpakete nicht!“ Spätestens nach der, im wahrsten Sinne des Wortes „ins Wasser gefallenen“, 2-Tagestour wurde dieser Spruch zum Freizeitmotto: Aufbrechen und weitermachen.
Warum diese Sommerfreizeit keine typische Sommerfreizeit war und warum es zeitweise eher ums durchhalten, als ums Erholen ging, das möchten wir euch gerne erzählen.
Motiviert und sommerlich gekleidet verließen am Freitag, den 04.08.06 fünf begeisterte Mitarbeiter den CVJM Stuttgart, um für zwei Wochen eine Jugendfreizeit in den Vogesen (Frankreich) zu gestalten. Im Gepäck jede Menge ausgearbeitete Programmideen und 16 strahlende Teilnehmer, die zwei spannende und unterhaltsame Wochen verhießen.
Bei der Ankunft in Frankreich traf die Reisegruppe nicht nur auf einen von den drei übrigen zum achtköpfigen Leitungsteam gehörenden Mitarbeitern zuvor eingerichteten Lagerplatz mit sechs Zelten, sondern auch auf starken Regen, der kurzzeitig die Stimmung trübte.
Kurzzeitig? Sagen wir mal so: Nach der ersten regengeprägten Woche, hatten sich alle an das Wetter gewöhnt und keiner mochte auch nur daran denken, wie schrecklich es gewesen wäre, eines Morgens im Zelt zu erwachen und nicht mehr das das sanfte Trommeln des Morgens-Mittags-Abends-Regens zu hören. Die Sonnenstrahlen, die zwischendurch zum Baden im nahe gelegenen See einluden, waren trotzdem ein willkommenes Geschenk. Die geplante 2-Tagestour musste jedoch bereits nach einer fünfstündigen Wanderung wegen stark ausfallender Tröpfchenbildung in übersättigter Luft abgebrochen werden.
Nein, eine typische Sommerfreizeit war das nicht. Jedenfalls nicht so, wie es sich Teilnehmer und Mitarbeiter vorgestellt hatten. Und doch ließ sich die 24-köpfige Gruppe nicht unterkriegen. Wir sammelten lehrreiche Erfahrungen beim Toilettenabend, amüsierten uns beim täglichen Gemeinschaftsausflug zum Zähneputzen und gingen an unsere Grenzen beim „Tut er’s oder tut er’s nicht?“-Abend. Der Frust über den Regen wurde von den Wolken über die Berge getragen und so wurde es doch eine sehr erlebnisreiche Zeit mit tollen Aktionen, Ausflügen und Gesprächen über Gott und das Zelt.