ein Bericht von Wolfgang Günther
Bereits zum vierten Mal waren wir nun zu gemeinsamen Ferien mit Familien und Alleinerziehenden auf „Sithonia“.
Sithonia, „die Wilde“, ist der mittlere Finger der wildromantischen Halbinsel Chalkidiki. Bei Vouvourou steht, umgeben von einem großen sonnigen Garten, 150 m vom Sandstrand entfernt, das Appartementhaus Psarogiannis. Dort kann man Sonne und Licht tanken, das Meer hautnah erleben und dabei den Alltag weit hinter sich lassen. Ein wahrhaft traumhafter Ort für eine Freizeit.
Mit insgesamt zehn Familien waren wir dort. Eine bunt gemischte Gemeinschaft von Alleinerziehenden mit ihren Kin- dern, Familien und Ehepaaren ganz unterschiedlicher Prägung. Es war niemand dabei, der vorher schon alle Teilnehmer gekannt hätte. So war es zunächst ein spannender Prozess des gegenseitigen Kennenlernens. Mit viel Interesse sind wir einander begegnet und haben uns schätzen gelernt. Nachdem wir einigermaßen begriffen hatten, wer alles da ist und wer sich auf die verschiedenen Studios und Appartements verteilt hat, galt es wahrzunehmen, wer Jesus für uns sein will. Dabei halfen uns die „Ich bin Worte“ aus dem Johannesevangelium.
In zwei Gottesdiensten und vier Bibelarbeiten entdeckten wir, mit welcher Entschiedenheit er uns einlädt, unseren Lebensalltag aus der Beziehung mit ihm heraus zu gestalten. Bei den Morgen- und Abendgebeten begleiteten uns die Worte des 23. Psalms – „Der Herr ist mein Hirte…“. Nicht nur für die Kinder war es spannend, an jedem Abend zu hören, welche Abenteuer der kleine rote Fisch „Fridolin“ mit seiner Schwester „Frieda“ unter den Verheißungen der Psalmworte erlebte. In manchen dieser Geschichten fanden sich einige der Teilnehmer durchaus wieder.
Da wir für unsere Freizeitgruppe drei Autos gemietet hatten, konnte jede Familie ihre eigenen Ausflüge machen. Ob zu einem griechischen Markt in der näheren Umgebung oder auf einer Fahrt nach Thessaloniki zum „Aristotelespark“ – es gab viele Ziele, die angefahren wurden. Doch meist stellte man am Abend befriedigt fest: „Am schönsten ist es eigentlich in unserer Bucht“. Selbst als wir nach einer mehrstündigen Schifffahrt entlang des „Athos“ an einer anderen „Traumbucht“ Anker warfen, kehrten alle wieder gerne in „unsere“ Bucht zurück.
Die Tage vergingen sehr schnell. Fast fanden wir am Ende keine Zeit mehr für unsere „Strandolympiade“. An unserem letzten ganzen Tag in Griechenland trafen sich die Athletinnen und Athleten dann doch noch am Strand von Vouvourou. Mit viel Freude, Spaß und Begeisterung wurde der Kampf um den roten Krebspanzer aufgenommen. Ob beim Hindernisrennen im Wasser, beim Fußballkegeln, Seilhüpfen, Handtuchvolleyball usw. – alle waren mit Eifer dabei. Am Ende gab es nur Sieger, doch der Krebspanzer flog mit der Familie, die Sieger unter lauter Siegern wurde, nach Heidenheim. Insgesamt erlebten wir trotz einiger Regentage und zeitweise kühlen Tagen eine sehr gute Freizeit in Griechenland. Wir haben erlebt, dass es stimmt, wenn Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte“. Wir haben uns unter seiner Führung sehr wohl gefühlt.